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Parabol

io rohstahl

Auch dieser Messina-Ofen hat seinen Namen einem Himmelskörper entlehnt - dem Jupiter-Mond IO. Eine immer stärkere optische Reduktion der äusseren Hülle des Ofens führte schließlich dazu, dass sogar der oft störenden Türgriff entfiel. Stattdessen öffnet sich die Feuertür wie von Geisterhand durch einen kleinen elektrischen Antrieb - ausgelöst von einem Impuls des Bewegungsmelders im Sockel des Ofens. Nach dem Einlegen des Holzes versenkt sich das gebogene Glas wieder selbsttätig satt und bündig wie die Tür eine Luxuslimousine in den Ofenkorpus. Trotz schlanker, eleganter Optik beherbergt das Heizmöbel satte 135kg Speicher in seinem Inneren und sorgt damit vor allem für angenehme, lang anhaltende Strahlungswärme. Bedienfehler sind ausgeschlossen, weil es ausser dem Holznachlegen nichts zu bedienen gibt. Selbst bei kleinen Holzmengen sorgt die vollautomatisch ablaufende Luftregelung für einen umweltgerechten und effizienten Abbrand.

Der rohe Stahlkörper wird in einem elektrisch leitenden Bad unter Spannung gesetzt. Während dieses Prozesses wird von der Oberfläche Material abgetragen (erodiert) - dies geschieht ungleichmäßig. Daher bilden sich an einigen Stellen leicht vertiefte Reliefs, an anderen Stellen wird die Oberfläche gleichmäßig abgetragen. Nach der anodischen Behandlung wird der gesamte Ofen neutralisiert. Anschließend wird die Oberfläche mit Walnussschalen gestrahlt, damit eine gleichmäßige Färbung entsteht. Die saubere fettfreie Oberfläche wird anschließend mit einem hochtemperaturfesten Klarlack lackiert. Jede Ofenoberfläche weist andere Strukturen auf und ist damit ein Unikat.

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